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bookishfirefly

Posted on 14.9.2021

Vorab möchte ich sagen, dass sich „Fünf Minuten vor Mitternacht“ sehr von allen Zeitreisebüchern, die ich bisher gelesen habe, unterscheidet. Das Buch war mal etwas Neues und das finde ich super. Die Autorin hat einen in meinen Augen beeindruckenden und bildreichen Schreibstil, der mich direkt fesseln konnte. Dadurch war ich bereits nach wenigen Seiten völlig im Geschehen versunken und es fiel mir immer schwer, das Buch zur Seite zu legen. Chrona, unsere Protagonistin, ist ein sehr spezieller Charakter. Sie ist selbstverliebt, arrogant, unselbständig, herablassend und droht eigentlich alles und jedem ständig mit ihrem Anwalt (sogar bei ihren Zeitsprüngen in die Vergangenheit), weshalb ich sie oft gerne einmal ordentlich schütteln wollte. Sie kann also ziemlich anstrengend sein, das ist aber in erster Linie ihrer Erziehung und ihrem Umfeld geschuldet. Ich mochte Chrona trotzdem sehr gerne als Protagonistin, da ich ihre Art als willkommene Abwechslung zu anderen Protagonistinnen empfunden habe, die einem ja meist auf Anhieb sympathisch sein sollen. Bei Chrona war das definitiv nicht so. Trotz ihrer schwierigen Art habe ich sie irgendwie liebgewonnen und konnte mich gerade im letzten Teil des Buches sehr gut in Chrona einfühlen, denn sie macht im Buch eine tolle Entwicklung durch, die ich sehr glaubhaft fand, da sie langsam von statten ging und sehr von ihren Erlebnissen beeinflusst war. Besonders gefallen hat mir auch die Chemie zwischen Chrona und Anton, den sie in der Vergangenheit kennenlernt, da er sich von ihrer speziellen Art nicht beeindrucken lassen hat. Der Handlungsverlauf hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Es war spannend und ich wollte durchweg wissen, wie es mit Chrona weiterging. Auf den letzten Seiten ist sogar das ein oder andere Tränchen geflossen.

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